Wertermittlungsverfahren

Es gibt drei normierte Verfahren, nach denen der Wert eines Grundstücks zu ermitteln ist:

  • Vergleichswertverfahren ( §§ 13 + 14 WertV) orientiert sich an realistischen Kaufpreisen
  • Ertragswertverfahren (§§ 15 - 20 WertV) orientiert sich an nachhaltig erzielbaren Erträgen
  • Sachwertverfahren (§§ 21 - 25 WertV) orientiert sich an den Herstellkosten des Gebäudes

Die Auswahl der Verfahren darf sich nicht ausschließlich an der Art der Bebauung oder der Art der Nutzung orientieren.


Wann ist eine Wertermittlung von Immobilien erforderlich oder hilfreich?

  • Bei erstmaligem Erwerb einer Immobilie als Entscheidungshilfe;
  • Bei Verkauf einer Immobilie, um den aktuellen Preis festzustellen;
  • Bei Scheidungen, um den Zugewinn zu ermitteln;
  • Bei Schenkungen, vorzeitigen Erbübertragungen oder Erbauseinandersetzungen;
  • Bei Verlängerung von Hypotheken und Grundschulden zur weiteren Finanzierung;

Was kostet eine Wertermittlung von Immobilien?

Grundlage des Honorars ist die HOAI
(Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
in der jeweils gültigen Fassung.

Hier einige Beispiele
(die Spannen ergeben sich aus der jeweiligen Schwierigkeitsstufe):

Einfamilienhaus,
Wert 500.000,00 €
von 1.318,00 € bis 2.198,00 €

Eigentumswohnung,
Wert 150.000,00 €
von 725,00 € bis 1.203,00 €

Nebenkosten:

Portokosten auf Nachweis

Kopierkosten bis 100 Blatt je Blatt 0,40 €,
über 100 Blatt 0,35 € je Blatt

Kfz-Kilometer 0,60 € je gefahrenem Kilometer

Telefonpauschale 10,00 €

Schreibkräfte 35,00 € je Stunde

Hilfskräfte 30,00 € je Stunde

Vorgenannte Honorare sind Nettopreise. Die zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung jeweils gesetzlich gültige Mehrwertsteuer kommt noch hinzu.